Dienstag, 6. Juli 2010

Eine grandiose Liveshow - wie immer

Nur 2 Stunden währte sie leider, die wieder einmal exzellente Big Brother Liveshow am Montag. Es wurde ein Feuerwerk an Melodien gezündet, mit raffinierten Special Effects nicht gespart, die Dramaturgie der Sendung war stimmig und grandios. Es gibt kaum einen Superlativ, den RTL2 in Kooperation mit Endemol nach diesem epochalen TV-Ereignis nicht abarbeiten kann. Versüßt und abgerundet wurde dieses Highlight der TV-Kunst mit einer Moderation, die wahrlich stets neue Maßstäbe für das Handwerk setzt. Auch die handverlesenen Promistudiogäste, für deren Einfliegen man in Köln wieder einmal weder Kosten noch Mühen gescheut hat, ließen das Herz eines jeden TV-Junkies höher schlagen. Kracher wurde an Kracher gereiht. So muss TV sein. Montag für Montag setzt sich RTL2 neue Denkmäler in der TV-Landschaft.

Den Kern der Show bildeten Gesangsacts und Darbietungen, die in Serie platinverdächtig gewesen sind. Eine stets kompetente Moderatorin Bechtel, die mühelos die extreme Pace der Sendung halten konnte und die dabei nie marktschreierisch wirkte, hatte dieses TV-Meisterwerk stets sicher in der Hand. Sie führte mit einer Brillanz durch diese epochale Show, wodurch sie sich für größere Aufgaben nicht nur qualifizierte, sondern geradezu aufdrängte.

Highlight der Darbietungen war natürlich wieder einmal der Nummer 1 Bewohner Klaus Aichholzer. Wie schon in den Übungsstunden und bei seinen vorherigen Auftritten in den Formaten "Deutschland sucht den Superstar" oder "Supertalent" zu bestaunen gewesen ist, sitzt bei dem sympathischen Pfiffikus aus Reutlingen jede Note auf den Punkt. Umrahmt wurde sein gesangliches Meisterstück von einer Performance, die auch Detlef D! Soost und seine Tänzer vor schierem Neid erblassen lassen würde. Da stimmte jede Bewegung, jede Geste und vor allen Dingen die Mimik war die eines Superstars. Falco wäre ganz sicher stolz gewesen, wie sein Titel vorgetragen wurde. Alleine die katzenhaften Bewegungen von Klaus "The Rhythm" Aichholzer gaben diesem Song die Würze, die bei den Auftritten des Österreichers Falco stets fehlten.
So war es dann auch nur logisch, dass Klaus den Songcontest mit großem Abstand für sich entscheiden konnte. Etwas entäuscht zeige ich mich allerdings von den nur knapp 70 Prozent Zustimmung für dieses Vorzeigestück der Darbietungskunst. Alles unter 110 Prozent muss eine Enttäuschung sein.

Doch wir dürfen die fachkundige Moderation nicht vergessen, die gemeinsam mit den internationalen Superstars "Die Atzen" an einem Montag wahrlich Maßstäbe setzte, die selbst "Wetten dass..." lässig in den Schatten stellten. Gottschalk würde vor Verzückung die Augen verdrehen, gelänge es ihm auch nur an einem Samstag im Jahr das an Prominenz auf die Couch zu zaubern, was RTL2 für den Liveshowzuschauer und sein High Class Studiopublikum der Schönen und Reichen Montag für Montag nach Köln lockt. Da kann man als staunender Zuschauer nur mit der Zunge schnalzen.

Selbst als der mitfiebernde TV-Zuschauer dachte, die Show wäre nicht mehr toppbar, holte RTL2 in nie gekannter Weise das nächste Sahnestückchen aus dem Hut: Die Nominierung. Mit welchen unvorhersehbaren Twists das Auge und das Ohr des jubelnden Zuschauers da verwöhnt wurde, ist schier unbeschreiblich. Endemol und RTL2 haben mit ihrer Raffinesse wieder einmal dafür gesorgt, dass der Nominierungsausgang bis zur allerletzten Sekunde völlig offen blieb. Atemlos und angespannt hockte ganz TV-Deutschland an der Glotze, um mit offenen Mündern über das zu staunen, was RTL2 mal wieder an Ungeahntem präsentierte.
Da wurde eine ganze Woche an den Arbeitsplätzen der BB-Zuschauer, also vornehmlich in den Führungsetagen der Global Player, in Bankvorständen, bei Arztkongressen, Führungspersonalseminaren und in den Yachthäfen der bekannten Steueroasen, aber auch in Bussen, Straßenbahnen, auf Flughäfen, an Stränden, in Sternerestaurants und so weiter heißköpfig spekuliert, was würde nominierungstechnisch geschehen. Aber erneut war durch die geschickte Steuerung von Endemol und RTL2 dafür gesorgt, dass jede Spekulation und selbst die gewagteste Hypothese der Insider hinfällig war. Unvorhersehbar standen am Ende Anne, das sympathische Seniorenmodel und die Wunschoma in 87 Prozent aller deutschen Haushalte, wie auch Katrin, die halbpersische Theologieprofessorin auf der Liste. Das hatte ein leises Aufstöhnen der TV-Landschaft zur Folge.

Doch das Leckerchen, das wahre Show-Highlight reservierte der Kölner Upper Class Sender natürlich erst ganz zum Schluß: Das Zwiegespräch zwischen Klaus Aichholzer und seinem eloquenten Charmebolzen Hans. Was hätte sich doch Kostolany gefreut Hans oder Klaus zum Geprächspartner zu haben. Analytisch war das die größtmögliche Darbietungsform. Klaus Aichholzer schaffte es mühelos der bestechenden Rhetorik von Hans zu folgen.

Ja, RTL2 und Endemol, so macht das Fernsehen endlich wieder Spaß. Danke, danke, danke. Womit hat der Zuschauer nur verdient, dass sich gewiefte Köpfe wie ihr jeden Montag solch eine Mühe geben und ihr euch so in Kosten stürzt? Wie können wir als Zuschauer das vergüten? Ihr habt euch euren Platz im TV-Olymp redlich verdient. Das war wie jeden Montag "Hall of Fame TV"!

Euer wie immer begeisterter
Himbeertoni

Sonntag, 4. Juli 2010

Klaus muss im Haus bleiben!

Ganz Deutschland ertrinkt in einem Fahnenmeer aus den Farben Schwarz-Rot-Gold. Jubelnde Menschen bevölkern die Straßen. An die 2 Mio Menschen finden sich bundesweit zum Public Viewing ein - und das selbst bei widrigen Witterungsbedingungen. Nach den glanzvollen Siegen ist das Land ein einziger Autokorso mit Fahnen, Hupen, Tröten, Gesang und vor allen Dingen viel Freude sowie Spaß. Und auch im Ausland feiern deutsche Enklaven sowie von Deutschen bevorzugte Urlaubsregionen eine riesige WM-Party.
Deutschland erlebt im Moment kein Sommermärchen, es ist ein Jahrhundert- wenn nicht sogar Jahrtausendmärchen. Und das alles mit einem TEAM an jungen Fußballern, die ganz Deutschland nach der Devise "Einer für Alle, Alle für Einen" in Verzückung bringen. Teamspirit wird vorgelebt. Niemand der Spieler drängt sich selbstsüchtig in den Vordergrund. Sie sind eine Einheit und nur so kann man alles schaffen. Das beginnt im Kleinen, also der Familie, die mit Zusammenhalt jede Klippe umschiffen kann, es geht weiter über Mannschaften, wie wir derzeit sehr schön sehen können und endet bei einem ganzen Land, welches durch Zusammenhalt viel bewegen kann.

Das darf auf keinen Fall gestört werden und Klaus wäre, egal wo er zuschaut, ein Störfaktor. Was sich derzeit abspielt ist einzigartig. Das gab es noch bei keiner WM und ich habe seit 1970 bewusst jede WM erlebt.
Der Argentinier Heinze, immerhin mit Meisterehren in Spanien, England und Frankreich gesegnet, wodurch er zum Multimillionär wurde (netto versteht sich), sagte, er würde auf jeden dieser Titel und all das damit verbundene Geld verzichten, könnte er weiterhin Teil dieser - ja, exakt dieser - WM bleiben. Ich, der ich auf 10 Weltmeisterschaften zurück blicken kann, sage, der aktuelle WM-Spirit ist mit Geld nicht zu bezahlen. Schon gar nicht mit läppischen 120 Mille netto.

Und darum, weil es eben derzeit ein so wunderbares Erlebnis ist, wünsche ich Klaus aufrichtig und von ganzem Herzen, dass er bis nach der WM im Haus bleibt. Auf dass nichts das WM-Fieber störe, welches heißer als je zuvor brennt. Dass er dieses einzigartige Erlebnis verpassen wird, ist für mich eine absolute Genugtuung. Satisfaktion für viele Monate optischer und akustischer Quälerei. Gut so. Bleib bloß wo du bist, du Heckenpenner. Und all seine Sektenjünger sollen vor den Streams, Liveshows und Tageszusammenfassungen sowie in den Internetchats oder Foren verrotten, damit auch dieses Pack die Feier nicht stört.

Schlaaaaaaaaaaaand - ohne das K-Lausi, holn wir die WM!

Samstag, 3. Juli 2010

WTF war nochmals BB und wer ist Klaus?








Leck mich am Arsch! 4:0 gegen Argentinien! Deutschland im Halbfinale. Maradonna und Messi spieltechnisch stark zerstört. Es waren keine Panzer, die dort über den Platz walzten, es waren Künstler und Artisten auf deutscher Seite, die verdient siegten. Spielerisch und nicht nur kämpfend.

BB? Was war das noch? Richtig, Scheiße ist es gegen das was wir da erleben. Die Bude könnte atomisiert werden und keine Sau würde davon Notiz nehmen. Schlaaaaaaaaaand.


Donnerstag, 1. Juli 2010

Wenn Spacken Fregatten begatten...

RTL2 hat sein nächstes Format, welches am 10.08.2010 starten wird schon mal in die Testphase geschickt. Es wird heissen:

Das Rentner-Duell - Wenn Spacken Fregatten begatten

Mit Oma Anne ist - nach Klaus - die wohl bösartigste und verlogenste aller Bewohnerinnen dieser Staffel eingezogen. Aleks und Rene zähl ich mal nicht dazu.

Nachdem also Oma Anne vor einigen Tagen noch getönt hat, dass sie von den Bewohnern gemobbt wird und Klaus als Held und Retter brauche, hat sie heute nach einem lautstarken Disput mit ihm Angst, dass er ihr eine klatschen könne.

Gut, die Tatsache, dass es mit Anne ausnahmsweise mal die Richtige treffen würde, macht sein Verhalten natürlich nicht besser. Er hat es also mal wieder nötig in bester geriatrischer Krankengymnastik-Manier seinen Krummrücken aufzuplustern und sich vor jemand Schwächeren aufzubauen, um ihn einzuschüchtern. 

Erstaunlich (naja, für mich eigentlich ziemlich logisch und vorhersehbar) ist jedoch die Tatsache, dass bis jetzt jeder Pro-Klaus-Bewohner, der eingezogen ist, nach einigen Tagen eingestehen musste, dass Klaus eben doch nur ein Honk ist. Auch hier zähle ich Aleks mal wieder nicht dazu. Geistige Verwirrung ist Ausschlussgrund. 

Doch was ist denn jetzt passiert, dass Anne plötzlich Klaus als Hassobjekt de jour entdeckt hat? Sie kam doch rein um zu beweisen, dass Klaus wirklich auf ältere Frauen steht. Und es fing so gut an, sie schäkerten, sie flirteten, sie himmelte ihn an. Was ist passiert? Wie konnte diese aufkeimende Liebesbeziehung, die noch zärtlicher begann als die Liason mit Aleks (Wir erinnern uns: "Das ist nicht meine Muschi, das ist nur mein Bauch!") so den Bach runtergehen?

Fakt ist, Oma Anne ist genauso garstig, rechthaberisch, hetzerisch und ekelhaft wie der spermienverzehrende Kontrolletti aus Reutlingen. Reibereien zwischen den Beiden können für uns nur amüsant werden.

Also sagen wir: Ring frei. Haut euch um. 

Es ist ja schliesslich Unterhaltung, gelle?