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Donnerstag, 7. Oktober 2010

Sind Zufälle wirklich immer Zufälle?

Ich gestehe, ich bin ja neu in der Welt der Nutztierkopulaten bei Facebook. Und wenn man irgendwo neu ist, dann schaut man sich mal an, was geht da so.Was kann man ggf. alles "heraus lesen", was dort so Veröffentlichung findet.

Bei diesen meinen Exkursen durch diese doch sehr strange Welt, ist mir im Zusammenhang mit Big Brother etwas aufgefallen. Mit Big Brother allgemein? Nein, eigentlich nur im Freundesumfeld der Fans, die zu den eher seltsamen Exbewohnern der Staffel 10 tendieren.
Fans - und hier besonders fanatische Fans der Klientel um Klaus (Anne, Marc, Rene, Meike die Titte, Aleks, Iris) - sind mehrheitlich auch Fans des netten Jungen von nebenan - Menowin Fröhlich. Genau, exakt der Menowin, der eine latente Neigung zu chemischen Spaßmachern, Betrug und Körperverletzungen aufzeigt. Ja kann das denn noch Zufall sein?
Ich denke eher, diese Fanklientel sucht sich automatisch den Bodensatz aus, um ihn mit dem eigenen Fandasein zu bereichern. Vielleicht ist das eigene Leben so erzlangweilig, dass man die Defizite durch das Mitleben des Outlaw-Verhaltens pimpen möchte. Oder, was natürlich auch möglich sein kann, man identifiziert sich mit dieser Klientel, weil man einfach genau so tickt. Diese Typen leben das real aus, was man selbst nicht kann, nicht darf, sich nicht traut zu leben. Oder, und das ist eine weitere Option, diese Fans beglücken die Bad Guys mit ihrem Helfersyndrom. Niemand ist so schlecht, dass man ihn nicht durch Zuspruch und Co ändern könnte.

Diese Konstellation ist für mich alles, nur ganz sicher nicht zufällig. Die Affinität zu einem bestimmten Typus "Promi" erlaubt schon, dass man Rückschlüsse mit passender Trefferquote zieht. Es sucht sich das, was passt und es findet sich das, was passt. Zueinander. Wer sich wiederkehrend an Menschen hängt, die konstant und ausschließlich durch negative Handlungen auffällig werden, muss sich selbst die Frage stellen, woran das wohl liegen mag. Denn von Zufall, so weit sollten wir alle sein, ist das Universen entfernt. Das hat System. Es kommt einem Zwang gleich. Automatismus. Der "Fan" kann gar nicht anders. Er muss dieser Klientel folgen. Er kann gar nicht anders reagieren.

Wenn ihr bei Facebook vertreten seid, schaut es euch selbst an. Ihr werdet erstaunt sein, was diese Freundschaftslisten an Aussagekraft über den Menschen haben. Ob sich die Nutzer auch nur ansatzweise bewusst darüber sind, wie einfach sie via Facebook zu profilen sind? Geübte Menschen werden basierend auf diesen Listen ein Profil erstellen können, was bis zur bevorzugten Farbe der Unterwäsche reicht. Erschreckend. Schöne, neue Welt 2.0? Eher nicht. Gläserne Welt. Furchtbar. Mit dem neuen App, dass man nun auch noch Bewegungsprofile erstellen kann, so der Nutzer es zulässt, ist der Deckel rund. Facebook ist mehr Big Brother, als das Format je sein kann. Nur braucht man dazu das zu erkennen Resthirn.